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Der Name |
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Das Land mit seinem vollständigen Französischen Namen
heisst "République de Cameroun". Den Namen hat das Land von den
Portugiesen, welche den Kamerunfluss als "Rio dos Cameros"
bezeichneten, was soviel wie "Fluss der Krabben" heisst.
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Geografie |
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Offizieller Name:
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République du Cameroun (Französisch) oder
Republic of Cameroon (Englisch)
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Lage:
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Kamerun liegt am
Golf von Guinea zwischen West- und Zentralafrika. Das Land wird ausser vom
Meer auch von Äquatorialguinea, Gabun, Kongo, der Zentralafrikanischen
Republik sowie von Tschad und Nigeria umgeben.
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| Geografische Lage: |
Das Land
erstreckt sich zwischen 2° und 13° nördlicher Breite sowie 8° und
16° östlicher Länge. |
| Hauptstadt: |
Yaoundé |
| Grösste Städte: |
Douala
(1'200'000 Einwohner), Yaoundé (1'000'000 Einwohner),
Bafoussam (200'000 Einwohner), Garoua (120'000 Einwohner) und Maroua
(80'000 Einwohner) |
Bevölkerung und
-Dichte: |
15'085'000 (2000); 32 Menschen pro km2 |
| Geburtenziffer : |
3,7% |
| Sterbeziffer: |
1,4% |
| Jährliches Bevölkerungswachstum: |
2.7%
(Durchschnitt von 1980-2000) |
| Lebenserwartung: |
50 Jahre
(2000)
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| Landesfläche: |
475'442 km2; davon sind 75% Wald und Buschland |
| Ausdehnung: |
N-S - Ausdehnung: 1300 km; W-E - Ausdehnung: bis 700 km |
| Länge
der Landesgrenzen: |
4'591 km
(davon 797 km Zentralafrikanische Republik, 1094 Tschad, 523 km Kongo,
189 km Äquatorialguinea, 298 km Gabun, 1690 km Nigeria und die
restlichen 402 km sind Küste) |
| Gliederung: |
10 Provinzen
(Adamaoua, Centre, Est, Extreme-Nord, Littoral, Nord, Nord-Ouest, Ouest,
Sud, Sud-Ouest), 58 Departements sowie Bamum, der Staat im Staat. |
| Landessprachen: |
Französisch (weit
überwiegend), Englisch und ausserdem ca. 230 lokale Sprachen und
Dialekte |
| Geologie: |
Der Kamerunberg ist ein
grosser, noch immer aktiver Vulkan. |
| Geografie: |
Das Landesinnere
besteht vorwiegend aus flachen Plateaus, die sich nach Norden zum
Adamawa- Hochland erheben und dass allmählich wieder zur Niederung des
Tschadsees im äusseresten Norden abfallen. Der Westen ist con
vulkanischem Gebirge bestimmt, das in Küstennähe vom aktiven Vulkan
und der höchsten Erhebung Westafrikas, dem Kamerunberg, überragt wird.
Die südlichen Plateaus sind mit Regenwaldbedeckt und senken sich zu
breiten Ebenen in der Küstengegend ab. |
| Klima: |
Das Klima Kameruns ist
tropisch mit niederschlagsreichen Regenperioden und hohen Temperaturen,
die in den Höhenlagen gemildert sind. |
| Vegetation: |
In den südlichen
Regenwäldern findet man Edelhölzer wie Ebenholz, Mahagoni und Sapele
sowie eine grosse Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten. Dazu zählen
Orchideen und Farne, Schimpansen und andere Affenarten sowie eine
artenreiche Vogelwelt. In den nördlichen Savannenleben Elefanten,
Löwen und Leoparden. |
| Nationalparks: |
Bénoué,
Boubandjidah und Waza |
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| Währung: |
1
US - $ = 657,601 CFA-Francs
1 EUR = 655,957 CFA-Francs |
| Bruttosozialprodukt: |
8644
Mio. $ (2000) |
| Bruttoinlandprodukt: |
8879
Mio. $ (2000);
realer Zuwachs (Durchschnitt von 1999 - 2000): 4.2% |
| Inflation: |
5,1%
(Durchschnitt von 1990 - 2000) |
| Auslandsverschuldung: |
9241
Mio. $ (2000) |
| Import: |
827'700
Mio. CFA-Francs (1998/99) |
| Export: |
864'800
Mio. CFA-Francs (1998/99) |
| Jahreseinkommen: |
600
$ (durchschnittlich pro Kopf) |
| Ressourcen: |
Erdöl,
Kaffee, Bananen, Kautschuk, Aluminium, Bauxit, Eisenerz und Holz |
| Güterhandhabung: |
Exportorientierter
Plantagenanbau von Kaffee, Kakao, Bananen und Baumwolle. Für
den Eigenbedarf werden Mais, Hirse, Reis, Maniok,
Süsskartoffeln, Bohnen und Erdnüsse angebaut. Bauxit,
Eisenerz, Erdöl und Erdgas werden erst zum Teil abgebaut.
Wichtige Industriebetriebe sind eine Erdölraffinerie und
Aluminiumwerke. |
| Verkehr: |
Das
Eisenbahnnetz ist 1115 km, das Strassennetz 67'000 km lang.
Wichtige Häfen sind Duala, Kribi und Limbe. Als Internationale
Flughäfen fungieren Duala, Garoua und Yaoundé. |
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Politik |
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| Nationalflagge: |
Offiziell wurde sie am
20.5.1957 erstmals gehisst. Die panafrikanischen Farben, nach
dem Vorbild der französischen Trikolore angeordnet, auf dem
Mittelstreifen ein gelber, fünfstrahliger Stern. Grün (für
Waldreichtum, Hoffnung auf eine glückliche Zukunft), Gelb (für
die Savannen) und Rot (für Unabhängigkeit) bilden die
Grundfarben der Fahne. Dazu kommt noch der Stern (für die
nationale Einheit). |
| Staatsform: |
Präsidiale Republik |
| Staatsführung: |
Präsident (seit 1982:
Paul Biya) |
| Regierungsführung: |
Premierminister (seit
1996: Peter Mafany Musonge) |
| Politisches
System: |
Parlament mit 180
Mitgliedern, welche alle 5 Jahre neu gewählt werden |
| Regierungsparteien: |
RDPC (Rassemblement
Démocratique du Peuple Camerounais),
UNDP (Union Nationale pour la Démocratie et le Progrès),
UPC (Union des Populations du Cameroun) |
| Opposition: |
Von den ca. 160
zugelassenen politischen Parteien nahmen 45 an den
Parlamentswahlen von 1997 teil. 7 Parteien konnten Sitze in der
Nationalversammlung gewinnen. Wichtigste und Stärkste
Oppositionspartei ist die SDF (Social Democratic Front). |
| Innenpolitik: |
Nachdem
Kamerun 1999 zum zweiten Mal im Korruptionsindex von
"Transparency International" den letzten
(schlechtesten) Platz einnahm, versuchte Präsident Biya im
September 1999 Profil im Kampf gegen die Korruption zu gewinnen
und ließ den Postminister und den Generaldirektor der
staatlichen Sozialversicherung verhaften. Mit gleicher
Zielrichtung wurde zusammen mit dem Entwicklungsprogramm der
Vereinten Nationen ein "Programme de Gouvernance"
entworfen. Kamerun belegte im Jahr 2000 in der Statistik von
"Transparency International" den viertletzten Platz. |
| Militär: |
13'100 Mann (Heer
87,8%; Marine 9,9%; Luftwaffe 2,3%) |
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Das
Leben in Kamerun |
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| Nationalfeiertage: |
20. Mai
(Verfassungstag) und 10. Dezember (Wiedervereinigungstag) |
| Familienstruktur: |
Das
durchschnittliche Heiratsalter liegt bei den Frauen bei 19
Jahren; Männer heiraten im Schnitt mit 27 Jahren. Die
Hochzeitszeremonien sind im Allgemeinen einfach, aber vor allem
in den Städten gibt es Paare, die beim Hochzeitsempfang an die
europäische Tradition anknüpfen. Die Gesetzgebung des Islam
erlaubt den Männern die Eheschließung mit bis zu vier Frauen,
unter der Voraussetzung, dass er alle gleichwertig und
angemessen versorgen kann. Großfamilien sind in Kamerun weit
verbreitet und umfassen in den ländlichen Gegenden häufig bis
zu zehn Kinder. Die Kinder werden fast ausschließlich von
Frauen großgezogen. Ab dem Alter von zehn Jahren hüten die
Kinder die Tiere oder helfen bei der Arbeit auf dem Land oder im
Haushalt. Frauen genießen in der Gesellschaft nur wenige Rechte
und können von ihrem Ehemann verstoßen und zu ihrer Familie
zurückgeschickt werden, wenn sie seine Erwartungen nicht erfüllen.
Sie besitzen keinerlei Eigentumsrechte, verrichten jedoch den größten
Teil der anfallenden Arbeiten einschließlich der
Bewirtschaftung der Felder. Im Süden des Landes nehmen immer
mehr Frauen das Ausbildungs- und Bildungsangebot wahr und treten
in den Arbeitsmarkt ein. |
| Essen
und Trinken: |
Im
Süden von Kamerun werden oft Speisen aus Getreide zubereitet,
das zunächst in Palmöl gegart und dann mit Chili gewürzt
wird. Dazu isst man eine Sauce mit Fisch, Fleisch oder Gemüse.
Fufu ist ein weit verbreitetes Gericht und besteht aus einer
festen, pastenähnlichen Masse, die aus gekochtem Mais, Hirse
oder Cassava zubereitet wird. Garri ist geraspelter Maniok, der
über dem Feuer so lange getrocknet wird, bis die Raspeln leicht
und flockig sind. Die meisten Dorfbewohner können sich den
Luxus von Fleisch und Reis nicht oder nur sehr selten leisten.
In den städtischen Regionen besteht ein Frühstück oft aus Tee
oder Kaffee, Brot und Obst. Die Bewohner der ländlichen
Gegenden nehmen zum Frühstück meist die gleichen Speisen zu
sich, aus denen auch die Hauptmahlzeit am Nachmittag besteht.
Bier ist in ganz Kamerun ein sehr beliebtes Getränk und dient
gelegentlich auch als Wasserersatz.
Ältere Familienmitglieder dürfen sich zuerst bedienen. Auf dem
Land nehmen die Frauen die Mahlzeiten nicht gemeinsam mit den Männern
und älteren Jugendlichen ein, sondern sitzen in einer Gruppe
zusammen mit den kleineren Kindern an der Feuerstelle, an der
auch gekocht wird. Darüber hinaus servieren die Frauen das
Essen. Die Speisen werden in großen Schüsseln serviert, aus
denen sich jeder mit der rechten Hand bedient. Vor und nach den
Mahlzeiten reicht man Wasser zum Waschen der Hände. Flaschen
werden immer in Sichtweite derjenigen Personen, für die der
Inhalt bestimmt ist, geöffnet. Auch wenn die anwesenden Gäste
nicht hungrig sind, gilt es als höflich, dennoch ein wenig von
jeder der angebotenen Speisen zu kosten. In vielen Regionen
gelten Menschen, wenn sie keinen Hunger oder Appetit verspüren,
als krank. Dementsprechend erwartet man von einem Gast, dass er
reichlich isst. |
| Umgangsformen: |
In
den Gebieten, die einst der Verwaltung von Frankreich
unterstanden, begrüßt man Menschen, die man zum ersten Mal
trifft, mit einem kurzen Händedruck. Familienmitglieder oder
sehr gute Freunde begrüßen sich stattdessen mit einem
angedeuteten beidseitigen Wangenkuss. In den ehemals britischen
Provinzen ist der feste Händedruck die am weitesten verbreitete
Form der Begrüßung. Umarmungen sind nur unter Familienangehörigen
oder guten Freunden üblich. In ganz Kamerun ist es üblich, älteren
oder besonders angesehenen Menschen seinen Respekt zu bezeugen,
indem man beim Händedruck mit der linken Hand den rechten Arm
berührt oder den Kopf wie bei einer kurzen Verbeugung etwas
nach vorne neigt. Besondere Ehrerbietung gegenüber Personen mit
großer Autorität beweisen Männer, wenn sie sich ab der Hüfte
verbeugen. Frauen führen einen Knicks aus oder sogar einen
Kniefall, der aber nur im Norden verbreitet ist. Der direkte
Augenkontakt zu einer Respektsperson gilt als unhöflich, aber
man dreht einander auch niemals den Rücken zu. Dem Gruß folgt
in der Regel die Frage nach dem Wohlergehen der Familie. Besuche
mit sozialem Anlass finden häufig in einer entspannten und
lockeren Atmosphäre statt. Nur in konservativen Familien
spielen Geschlecht und sozialer Status der Anwesenden eine
zentrale Rolle. Vor allem nach dem Freitagsgebet in der Moschee
oder nach dem Sonntagsgottesdienst in der Kirche statten sich
die Kameruner bevorzugt Besuche ab. Im Allgemeinen finden diese
spontan und unangemeldet statt. Von Fremden wird jedoch die
Anmeldung vor einem Besuch erwartet. Freunde und gute Bekannte
bedanken sich durch Mitbringsel wie Speisen oder Getränke für
eine Einladung. Gäste, die ihre jeweiligen Gastgeber nicht
ausreichend gut kennen, sollten als Dank für die Einladung
keinesfalls Speisen mitbringen, sondern auf andere Arten von
Geschenken zurückgreifen, denn unter Umständen missverstehen
die Gastgeber die eigentlich gut gemeinte Geste und glauben, man
stelle ihre Fähigkeit, Gäste angemessen zu bewirten, in
Frage. |
| Freizeit: |
Mannschaftssport
und einzelne Disziplinen der Leichtathletik werden von Firmen
und städtischen Clubs gefördert. Fußball ist die beliebteste
Sportart. In den Schulen und Städten spielen Männer und Frauen
häufig Handball, Volleyball und Basketball in Mannschaften. Im
Januar findet ein Marathonlauf statt. Die Strecke führt auf den
Kamerunberg und zurück. Traditionelle Brettspiele, bei denen Körner
oder Kieselsteine die Funktion von Spielsteinen übernehmen,
erfreuen sich großer Beliebtheit. Viele Studenten und Schüler
kehren einmal im Jahr für einige Wochen in den Ferien in ihre
Heimatdörfer zurück und veranstalten dort Festessen, Tänze
und Sportwettbewerbe, um so Fördermittel für Schulen und
Gemeindeprojekte zu mobilisieren. Kinobesuche, Videofilme und
Fernsehen zählen in den Städten zu den beliebtesten
Freizeitbeschäftigungen. Live-Musik und Tanz sind überall
beliebt, ebenso Radios und tragbare Kassettenrecorder. |
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Ethnische Gruppen |
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Ethnische
Zusammensetzung der Bevölkerung:
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Fang: |
19,6% |
Bamileke und
Bamum: |
18,5% |
Duala, Luanda und
Basa: |
14,7% |
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Fulani: |
9,6% |
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Tikar: |
7.4% |
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Mandara: |
5.7% |
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Maka: |
4.9% |
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Chamba: |
2,4% |
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Mbum: |
1,3% |
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Hausa: |
1,2% |
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Franzosen: |
0,2% |
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Ansässige Deutsche: |
ca. 700,
hauptsächlich im Bereich Entwicklungshilfe, Kirchen und
Wirtschaft |
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Andere |
14,5% |
Religionszugehörigkeit: |
Katholiken 34,7%, Muslime 21,8%, Protestanten 17,5% |
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Kultur |
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| Kultur: |
Kamerun
verfügt über ein reiches kulturelles Erbe. Wegen der Vielzahl
der hier lebenden Völker unterscheiden sich die Bräuche und
Kunstformen in den einzelnen Gebieten stark voneinander. |
| Weltkulturerbe: |
Tierreservat
Dja |
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Geschichte |
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| Geschichte: |
Kamerun
hat in seiner Geschichte nahezu alle europäischen Kolonialmächte
erdulden müssen. Erst kamen die Portugiesen und verkauften die
Eingeborenen Jahrhunderte lang als Sklaven in die "Neue
Welt". Dann, 1884, fielen die Deutschen ein. Im Ersten
Weltkrieg eroberten Engländer und Franzosen das Land und
teilten es friedlich unter sich auf, was vom Völkerbund und später
auch von den Vereinten Nationen gebilligt wurde. Erst am 1.
Januar 1959 entließen die Franzosen ihren Teil des Landes in
die Unabhängigkeit, die Briten folgten 1961 und Kamerun wurde
wiedervereinigt - bis auf einen Teil, der sich dem großen
Nachbarn Nigeria anschloss. Seit 1995 kämpfen im Nordwesten des
Landes Separatisten für eine Sezzion der englischsprachigen
Gebiete. Unterstützt werden sie vom benachbarten
(englischsprachigen) Nigeria. Als in der Region im März 1997
Polizeistationen von paramilitärischen Einheiten angegriffen
wurden, machte die Regierung in Yaoundé dann auch prompt die
Separatisten dafür verantwortlich. Zwei Monate später, vor den
Parlamentswahlen im Mai 1997, kamen bei blutigen
Auseinandersetzungen fünf Menschen ums Leben. Die Partei von Präsident
Paul Biya gewann 109 der 180 Parlamentssitze; doch mit rechten
Dingen ging es dabei - auch nach dem Urteil ausländischer
Wahlbeobachter - keineswegs zu. Vor allem im rebellischen
Nordwesten des Landes wurde die Opposition massiv beeinträchtigt. |
| Aktuelle
Situation: |
Bedingung
der Weltbank für Schuldenerlass: bis 2002 muss der Weltgrößte
Exporteur von Tropenholz illegalen Einschlag bekämpfen. Den
Wert der Naturschätze berechnet die Bank auf 70 Mrd. US$. Im
Juni 2002 gab es dann auch erste Strafen gegen 65 Firmen, im
Einzelfall bis zu 450.000 US$. |
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